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Wieder auf dem Podium – Zweiter Platz beim 3-Nations-Cup Spaarnwoude

Mir kommt es vor als wäre es erst gestern passiert. Beim Absteigen vom Fahrrad in Albstadt umgeknickt und zwei der drei Außenbänder gerissen. Als ich im Auto auf dem Rückweg von Albstadt zurück nach Essen saß, dachte ich eigentlich, dass ein Großteil meiner Saison gelaufen sein würde und ich mich wohl oder übel auf den August fokussieren müsste. Doch durch die perfekte medizinische sowie physiotherapeutische Betreuung durch Torsten Walter und Rainer Petrat konnte ich super schnell mein Training wiederaufnehmen und in Wetter (3 Wochen nach meinem Unfall) schon wieder um den Sieg mitfahren. Dort gelang es mir noch nicht aufs Podium zu fahren. Wahrscheinlich fehlte einfach noch ein bisschen der Punch und auch das Selbstverständnis nach so einer Verletzung. Am letzten Sonntag sah das Ganze dann zum Glück schon wieder anders aus. Beim 3-Nations-Cup in Spaarnwoude wartete auf mich eine typisch holländische Strecke mit wenig Höhenmetern und vielen engen Kurven. Durch den internationalen Status war das Rennen, genauso wie die anderen Wettbewerbe des 3-Nations-Cups, international besetzt. Mit Milan Vader war zudem auch ein alter Bekannter von mir am Start. Milan konnte genauso wie ich schon zahlreiche Bundesligarennen gewinnen fährt auch im Weltcup ganz vorne mit. Von daher war es von Anfang an wahrscheinlich, dass sich das Rennen zwischen uns entscheiden würde. Bis zur Rennhälfte gesellten sich allerdings aufgrund der Topographie der Runde noch so einige andere Fahrer dazu. Es entwickelte sich ein regelrechtes Ausscheidungsfahren. Zuerst waren es noch fünf Fahrer, dann vier, in den letzten zwei Runden waren wir noch zu dritt und Anfangs der letzten Runde blieben nur noch Milan und ich übrig. Ich wusste, dass ich im letzten Teil der Strecke, wo noch einige Höhenmeter auf uns warteten, meine Stärken ausspielen kann. Bis dahin wollte ich dann nur an Milans Hinterrad bleiben und ihn dann auf den letzten zwei Kilometern attackieren. Leider kam es anders als geplant. An einer sehr engen Stelle erwischte ich bei voller Fahrt mit meinem Lenker einen Baum und stürzte. Kurz geschüttelt, Lenker wieder gerade und weiter ging´s. Leider hatte ich durch dieses Malheur ca. 30-40 Sekunden in Summe verloren und lag sogar nur noch auf Rang drei. Dennoch setzte ich meinen Plan für den letzten Teil der Runde um. Ich ging noch einmal ans Maximum und konnte mich mit deutlichem Abstand wieder auf Platz 2 schieben. Milan war indes leider zu weit enteilt. Dennoch bin ich mit dem Ausgang des Rennens sehr zufrieden, zeigt es mir doch, dass meine Form in die absolut richtige Richtung geht und ich trotz der Verletzung schon wieder auf einem Top-Niveau bin. Jetzt bin ich der festen Überzeugung, dass ich das gesamte Pech für das Jahr 2018 aufgebraucht habe und jetzt endlich super Wochen vor mir liegen!

 

Am nächsten Wochenende geht´s erneut beim 3 Nations Cup rund, diesmal im belgischen Houffalize. Drückt mir die Daumen ;-).

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