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Tief enttäuscht nach der DM

Leider hat sich die Serie fortgesetzt….

Wieder mal hat es auf den Punkte gepasst. Pünktlich zur Deutschen Meisterschaft war das Pech zur Stelle. Als aufmerksame Leser meines Blogs habt Ihr mitbekommen, dass ich 4 Tage nach der WM und 4 Tage vor dem Weltcup in Lenzerheide gestürzt bin und mir einen Erguss im linken Knie zugezogen habe. Trotz perfekter physiotherapeutischer Arbeit war es schon in Lenzerheide nicht möglich, den Weltcup zu Ende zu fahren. Und auch wenn ich dachte, dass die Woche ruhiges Training im Anschluss an Lenzerheide und vor dem DM reichen würde, um bei der DM wieder fit zu sein, muss ich zugeben, dass es nicht so war.

Im Nachhinein hätte ich möglicherweise beide Rennen auslassen sollen, aber wer mich kennt, weiß, dass ich immer alles versuche, um bei wichtigen Rennen vorne dabei zu sein. Im Vorfeld wurde viel diskutiert, weil ich statt der U23-Klasse die Elite gewählt hatte. Grund dafür war, dass es in der Elite deutlich mehr Platzierungs-Punkte für die Weltrangliste gibt, als in der U23; da ich im nächsten Jahr in der Elite starte und dort im Weltcup auch nach der Weltrangliste aufgestellt wird, wollte ich die Chance auf mehr Punkte nutzen.

Die Strecke in Wombach war toll und auch das Wetter passte. Dennoch konnte ich schon im Training nie ein richtig gutes Gefühl entwickeln. Das Knie war immer ncoh leicht geschwollen und gerade in den technisch anspruchsvollen Uphills, in denen man mit Kraft fahren muss, fehlte unterbewusst etwas. Trotzdem stand ich mit Vorfreude am Start mit den Topstars aus Deutschland. In einer Startreihe stehen zu dürfen mit Manuel Fumic, Moritz Milatz, Markus Schulte-Lünzum usw. war schon ein tolles Gefühl. Selbstbewusst ging ich das Rennen an und übernahm nach dem Start sogar die Führung. Doch nach dem ersten Anstieg stellte sich schon das gleiche Gefühl wie in Lenzerheide ein. Ich konnte mich einfach nicht so wie sonst belasten und merkte schnell, dass der Bewegungsablauf insgesamt nicht rund ist. Diese Fehlhaltung führte dazu, dass ich erst abreißen lassen musste und schließlich total verkrampft das Rennen nach 3 Runden aufgab. Tiefe Enttäuschung, mal wieder…

Damit reiht sich auch Wombach nahtlos in meine Deutsche Meisterschafts-Historie ein, bei der es eigentlich nur Stürze, Pannen und ähnliches gab.

Ein großer Glückwunsch von mir geht nach Haltern an Markus Schulte-Lünzum, der gestern ein Top-Rennen abgeliefert hat und sich verdient den Titel geholt hat und an meinen Vereinskameraden Leon Kaiser, der Deutscher Meister in der U17 geworden ist.

Für mich heißt es jetzt erst einmal gesund werden und dann langsam neu aufbauen. Auf dem Weg in ein hoffentlich starkes erstes Eiltejahr 2017 werde ich jetzt noch den Weltcup in Kanada fahren. Die Planungen für 2017 laufen schon und eins ist sicher: Aufgegeben wird nicht. Auch im nächsten Jahr gibt es wieder eine Deutsche Meisterschaft und ich werde wieder versuchen, vorne dabei zu sein.

 

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