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Sieg in der grünen Hölle am Nürburgring / Platz 1 bei der MTB-Bundesliga

Der Nürburgring… Rennsport-Tradition nicht nur auf 4 Rädern. Dort, wo Niki Lauda in der Formel 1 1976 schwer verunglückte, aber auch Radsportweltmeister gekürt wurden, wie 1966 Rudi Altig oder 1978 Gerri Knetemann, dort findet schon seit Jahren mit “Rad am Ring” eine der größten Jedermannveranstaltungen des Jahres statt. 15.000 Teilnehmer und Zuschauer waren auch dieses Jahr in die grüne Hölle in der Eifel gekommen, um dort dabei zu sein. Erstmals waren neben den 24h-Startern auf dem Rennrad und dem MTB auch die Cross-Country-Spezialisten eingeladen, denn der Veranstalter hatte sich um einen Lauf der MTB-Bundesliga beworben und diesen auch bekommen.

108, Stiebjahn, Simon, Team Bulls, RSV Hochschwarzwald, GER 101, Jayne, Sebastian, Subaru marathonmtb.com, , AUS 139, Hartmann, Jakob, CEP, SC Rosenheim, GER 142, Zwiehoff, Ben , Bergamont Factory Team, MTB Sportverein Steele, GER 117, Rasmussen, Niels, Habitat, , DEN 159, Maletz, Christopher, Fujibikes Rockets, White Rock, GER 116, Beemer, Frank, Habitat, WV Noord Veluwe, NED 111, Schneller, Simon, BIKE Junior Team, TV 63 Oberlengenhardt, GER

So viel vorweg: Die Strecke im Offroadpark ca. 3 km entfernt von der Haupttribüne der Formel 1 Rennstrecke hat Potenzial. Die Runde war zwar keine 3 km lang, aber mit zahlreichen sehr steilen Anstiegen gespickt und auch bergab musste man immer voll konzentriert fahren. Die Rampen, die dort sonst Jeeps und andere Offroad-Motorfahrzeuge an ihre Grenzen bringen, setzten auch uns MTB-Profis kräftig zu. Insbesondere, da wir 14 Runden zu fahren hatten. Für die Zuschauer war es ein tolles Rennen; nahezu den gesamten Kurs konnten sie einsehen und waren so immer auf der Höhe des Geschehens. Leider waren aber kaum Zuschauer an der Strecke, da das Spektakel am Nürburgring wohl mehr zog. Hier wäre für den Veranstalter noch Verbesserungspotential! Die Präsentation des Fahrerfeldes an der großen Bühne machte schon was her, allerdings muss es dann auch Möglichkeiten und Anreize geben, dass die Zuschauer für die Zeit des MTB-Rennens in den Offroadpark kommen.

Am Start stand ein internationales Fahrerfeld. Das Team Habitat aus den Niederlanden war mit Frank Beemer und dem Dänen Niels Rasmussen angereist und mit Simon Stiebjahn vom Team Bulls war einer der besten deutschen Marathonprofis dabei. Dazu die bekannten deutschen Teams. Es war also kein leichtes Unterfangen, vor allem da alle erst über die Strecke gelächelt hatten, dann aber angesichts der Renndauer und der Steilheit der künstlichen Rampen doch Respekt hatten. Entsprechend entwickelte sich das Rennen. Gleich nach dem Start ging es erstmals die 30% Startrampe hoch; es bildete sich eine 4köpfige Spitzengruppe, aus der in der 3. Runde der Däne Rasmussen herausfiel. Ich hielt gemeinsam mit Stiebi das Tempo hoch und der Vorsprung vor dem Feld wuchs jede Runde. In der 6. Runde wollte ich dann erstmals testen, was Stiebi und Frank Beemer drauf haben und zog am Wiesenanstieg einmal kräftig am Gas. Überraschenderweise hatte ich direkt eine Lücke. Diesen Vorsprung wollte ich nicht mehr hergeben und daher lancierte ich an der gleichen Stelle in der darauffolgenden Runde noch einmal eine Attacke. Diese brachte mich endgültig außer Sichtweite und der Vorsprung wuchs bis zum Ziel auf fast 2 Minuten an.

Wie hoch das Tempo war, könnt ihr daran messen, dass ich bis zum 9. Platz alle anderen Fahrer überrundet habe. Keine schlechte Form also, die ich nach der Verletzungspause aufgebaut habe. Mit diesem souveränen Sieg konnte ich mein UCI-Punktekonto um 30 nach oben schrauben und außerdem war es das erste international ausgeschriebene Eliterennen, das ich gewonnen habe. So kann es weitergehen, meinetwegen schon am kommenden Wochenende in Kanada, wo Sonntag Nacht (mitteleuropäischer Zeit) der nächste Weltcup ansteht. Drückt mir die Daumen!

Und hier die ersten Drei:

116, Beemer, Frank, Habitat, WV Noord Veluwe, NED 142, Zwiehoff, Ben , Bergamont Factory Team, MTB Sportverein Steele, GER 108, Stiebjahn, Simon, Team Bulls, RSV Hochschwarzwald, GER

116, Beemer, Frank, Habitat, WV Noord Veluwe, NED
142, Zwiehoff, Ben , Bergamont Factory Team, MTB Sportverein Steele, GER
108, Stiebjahn, Simon, Team Bulls, RSV Hochschwarzwald, GER

Wie es sich gehört, war natürlich auch die Fotopresse mit ihren besten Männern vor Ort. Hier die Fotos von Ego-Promotion:

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