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Platz 6 im regnerischen Barcelona

Anders als im sonnigen Deutschland herrschten im Olympiapark von Barcelona widrige Bedingungen vor. Dauerregen hatte die Strecke ordentlich aufgeweicht und dafür gesorgt, dass nicht nur Kondition sondern einiges an fahrtechnischem Geschick gefordert war. Das Wetter traf zumindest einige der Fahrer, die nicht aus Spanien kamen, überraschend und hart. Denn eigentlich war sowohl für den Samstag als auch für den Sonntag des Rennens Sonnenschein und 25 Grad angesagt gewesen. Daher hatte ich auch nur eine beschränkte Reifenauswahl zur Verfügung. Maxxis Aspen oder Ikon? Ich entschied mich für den IKON als das griffigere Modell, weil es am Start auch noch heftig geregnet hat. Zu Beginn des Rennens war dieser auch eine super Wahl. Ich konnte gleich mit den Top 5 durch die ersten zwei Runden gehen. Es gab viele Positionswechsel auf dem rutschigen aber schnellen Kurs. In der vierten von sechs zu fahrenden Runden war ich bei einem Antritt auf Position 5 liegend kurz nicht konzentriert und erwischte eine Querwurzel mit dem Vorderrad. Das führte dazu, dass ich eine Bodenprobe inklusive kleinerem Cut am linken Knie (zum Glück nichts Ernstes!) genommen habe und dadurch für eine halbe Runde meinen Flow und meinen Rhythmus verlor. In dieser halben Runde musste ich kurz die Zähne zusammenbeißen und lag kurzzeitig auch nur noch auf dem neunten Platz. Doch dann habe ich mich kurz geschüttelt und von jetzt auf gleich ging es, obwohl die Reifen durch die antrocknende Strecke immer schlechter und im Vergleich zu den anderen Fahrern immer unsicherer wurden, deutlich besser. Durch meine Power am Berg konnte ich noch einige Plätze gut machen und landete bei meiner Aufholjagd auf einem hervorragenden sechsten Platz. Die Konkurrenz war doch recht groß und der Sieger Viktor Koretzky lediglich 90 Sekunden vor mir, was bei einer Fahrzeit von 1:45 h im Schlamm wirklich nicht viel ist. Wenn ich jetzt sogar noch meinen Forecaster von Maxxis dabeigehabt hätte, bin ich mir sicher, dass ich auf dem Montjuc sogar um den Sieg mitgefahren wäre. Aber wer zur Hölle ahnt schon, dass in Barcelona im Mai entgegen des Wetterberichts von jetzt auf gleich die Welt untergeht? Die Beine drehen sich jedoch wirklich von Woche zu Woche besser und das obwohl ich wirklich nochmal sehr hart trainiert habe in den letzten 6 Tagen.

barcelona_2018

 

Jetzt geht es gleich weiter mit einem Shooting mit der Mountainbike in Haltern sowie dem nächsten Bundesligarennen in Gedern. Drückt mir die Daumen, dass es weiter so konstant gut läuft.

Bis dahin,

Euer Ben

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