Allgemein

Oben am Obersalzberg / 5. Platz DM Berg auf dem Rennrad

Ab und zu muss man auch mal neue Grenzerfahrungen machen…. Normalerweise fahre ich mein Rennrad ja nur im Training, aber ab und zu ist ein bergiges Straßenrennen auch ganz nett. So habe ich die Einladung vom Rose-NRW-Team, unserem nordrhein-westfälischen U23-Straßenteam, zur Deutschen Bergmeisterschaft in Berchtesgarden auch gerne angenommen. Dies umso mehr, als das Streckenprofil mit durchschnittlich 10 % Steigung und Spitzenanstiegen von 27% mir als Mountainbiker ja liegen sollte.

Angesichts der heftigen Steigungen habe ich mein Straßenrennrad im Cross-over-Style umgerüstet. Vorne eine MTB-Kurbel drauf, damit ich auch bei 27% Steigung noch flüssig treten kann; keine falsche Entscheidung, wie sich später rausstellen sollte. Leider hatten wir auf der Anreise verkehrstechnisch doch einige Probleme, denn Berchtesgarden liegt ja mit 780 km Entfernung nicht gerade um die Ecke. So konnte ich mir die Strecke vor dem Rennen nicht mehr ansehen und musste mich also auf das Höhenprofil, das ich kannte, verlassen. Nach dem Start ging es zunächst aus der City in Berchtesgarden neutralisiert bis zum Beginn der Obersalzbergstraße. Ich hatte gehofft, in dieser Phase etwas nach vorne fahren zu können, doch das Feld war ziemlich dicht. Als das Rennen dann freigegeben wurde, standen wir vor einer Wand, die wir hoch fahren sollten. Ich nutzte jede Lücke um mich nach vorne zu kämpfen und konnte nach rd. 1 km zur Spitze aufschließen. Ich merkte aber zu diesem Zeitpunkt bereits, dass ich ein, zwei Körner zu viel für die Aufholjagd gebraucht hatte. Daher ging ich die anschließende Attacke nicht mit, sondern fuhr kontinuierlich in der Verfolgergruppe. Nach einem kurzen Flachstück kurz vor der Hälfte des Rennens ging es dann wieder besser und mit Volldampf stampften wir den zweiten Teil der Strecke hoch und unsere Gruppe zerfiel Mann um Mann. Am Ende war ich gemeinsam mit dem späteren Viertplatzierten unterwegs, doch leider gelang es uns nicht mehr, den immer in Sichtweite fahrenden Dritten noch zu holen. Am Ende stand ein harterkämpfter 5. Platz bei meiner ersten Meisterschaft auf der Straße. Nicht schlecht für den Anfang, oder? Mein großer Dank geht an die Trainer und Betreuer des Rose-NRW-Teams. die mich wirklich super unterstützt haben! Ich gönne mir jetzt erst mal eine Ruhewoche, in der aber noch drei Jura-Klausuren auf mich warten. Drückt mir die Daumen, dass es dort auch so gut läuft.

Menü