Allgemein

NRW Cup Grafschaft – train hard go fast?

Nachdem in La Bresse die erste Saisonhälfte für mich mit Platz 9 zu Ende ging, startete fast gleichzeitig für mich die Vorbereitung auf den Rest. Dieser Rest bietet in diesem Fall bei guter Form ein großes Potential in wenigen Wochen viel zu erreichen. Mit der WM Anfang Juli, für die ich nach 2014 und 2015 nun zum dritten Mal nominiert wurde, startet diese heiße Phase. Die zwei darauf folgenden Wochenenden sind nicht weniger wichtig und interessant. Auf den Weltcup in Lenzerheide folgt die deutsche Meisterschaft in Wombach, bevor es dann Mitte August zum Weltcup nach Kanada geht. Ihr merkt es stehen noch einige Leckerbissen an. Dementsprechend intensiv wird die Vorbereitung, um dort mit Topform am Start zu stehen. Dieses Projekt begann für mich gleich nach La Bresse. Mit fast 1200 km in 13 Tagen hatte ich am letzten Sonntag beim NRW-Cup in Grafschaft schon einiges in den Knochen. Dennoch wollte ich unbedingt nochmal richtig schnell fahren, um meinen Körper nochmal richtig zu fordern bevor es jetzt trainingsmäßig etwas ruhiger wird. Da passte es umso besser, dass mit Jonas De Backer ein sehr starker belgischer Fahrer am Start war. Dieser hatte eine Woche zuvor schon das C1 Rennen in Eupen gewonnen und damit gezeigt, dass er im Moment eine richtig gute Form hat. Trotzdem wollte ich es ihm so schwer wie möglich machen, auch wenn ich logischerweise nicht 100 %ig fit war. Dies gelang mir auf dem konditionell anspruchsvollen Kurs in Grafschaft 4 von 7 Runden. Am Ende der 4. Runde forcierte De Backer eine Attacke, der ich nicht mehr folgen konnte. So fuhr ich meinen Rhythmus weiter. Ich konnte zwar immer wieder ein paar Sekunden bergab gut machen, aber hatte letztlich doch nichts mehr entgegen zu setzen und musste mich diesmal mit Platz 2 zufrieden geben. Trotzdem war ich sehr zufrieden, dass ich nach diesen harten Tagen so gut fahren konnte. Ich denke, dass ich auf dem richtigen Weg in Richtung WM bin und freue mich darauf nun nochmal 3 Wochen an meiner Form zu feilen. Grafschaft 2

Für ein echt erfreuliches Erlebnis, sorgten dann noch unsere “Young guns” aus NRW. Als ich mich nach dem Rennen auf dem Start-Ziel-Gelände ausfuhr, hatte ich schnell ganz viele von den Kurzen um mich herum. Die Gelegenheit nutzte ich, um den Kleinen noch ein paar wertvolle Tipps für ihre Rennen zu geben. Bleibt alle schön am Ball und habt Spaß an der Sache, dann geht es voran. Ich glaube auf jeden Fall an euch!

Wir sehen uns am Wochenende in Erndtebrück, wo ich nochmal unter Rennbedingungen trainieren werde.

Ride on,

Ben

Grafschaft

Menü