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Neues aus Nove Mesto

Nove Mesto in Tschechien und der MTB-Weltcup, das passt wie die Faust aufs Auge. Die Begeisterung der Menschen in der Region ist der Hammer.

 Im Nationaldress unterwegs...

Sie pilgern zu zehntausenden an die Strecke, die mit ihren harten Anstiegen und den fahrtechnisch anspruchsvollen Downhills zum Feinsten auf der Welt gehört. Nove Mesto heißt also immer Gänsehaut und flowiger Spaß. Gänsehaut bekamen wir diesmal aber nur wegen der zahlreichen Zuschauer, die schon morgens um 9.00 Uhr an die Strecke gekommen waren, um das U23-Rennen zu sehen. Das Wetter war prächtig, die Sonne schien und die Strecke war damit sehr gut zu fahren. 147 Starter in der U23, das ist schon eine Hausnummer. Und wie es ist, wenn diese Büffelherde losgeht, könnt Ihr hier sehen:

In diesem Chaos muss man einerseits voll mit sprinten und andererseits nicht überziehen. Mir gelang das so lala. Mit Startnummer 67 ist das nicht ganz so einfach, denn die 66 Starter vor mir wollen nicht überholt werden und hinter mir lauerten weitere 80 Fahrer, die an mir vorbei wollten. Dazu dann noch zwei Stürze auf der Startloop, die jeweils das Feld zerteilten. Zum Glück blieb ich nirgendwo hängen und konnte so als 42. aus der Startrunde das Rennen aufnehmen. Die Namen der verschiedenen Streckenteile zeigen schon, wie spektakulär Nove Mesto ist. “Vertical Drop”, “BMX”, “AC/DC”, “Rock ´n Roll”, “Rubena Choice” Uphills und Downhills tragen diese martialischen Namen nicht umsonst. Nach der Startrunde merkte ich schon, dass ich einen guten Tag haben sollte. Die Beine waren locker und eigentlich war es mir bergauf fast immer zu langsam; dennoch dosierte ich das Tempo bergauf, schließlich wollte ich am Ende eben nicht “eingehen”. Einen Fahrer nach dem anderen konnte ich “kassieren” und bis zur letzten Runde war ich schon auf Platz 21. vorgefahren. Damit war ich der bestplatzierte deutsche Fahrer im Feld, was ich auch auf jeden Fall halten wollte. Doch das I-Tüpfelchen fehlte noch. Ein Platz weiter vorne, also auf 20, lag die B-Norm für die Qualifikation zur Europameisterschaft. Ich setzte also alles auf eine Karte, bergauf alles raus und bergrunter ließ ich es noch mehr laufen und tatsächlich konnte ich noch den entscheidenden Platz gut machen. Bei der Einfahrt ins Stadion haben mich die Zuschauer gefeiert, als ob ich gewonnen hätte, echt krass diese Tschechen. So müsste es überall sein. Ich war jedenfalls völlig geflasht und total happy. Mein besonderer Dank geht an das Team vom BDR, das uns alle super betreut hat und an meinen Ausrüster Bergamont. Mein Bike, das Bergamont-Fully Fastlane Team, war auf der Strecke in Nove Mesto die perfekte Maschine.

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DAS HAMMERBIKE

 

Jetzt geht es nahtlos weiter mit dem Weltcup in Albstadt; dort hoffe ich, die Leistung von Nove Mesto bestätigen zu können. Drückt mir die Daumen.  🙂

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