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Mit Dampf in Dänemark!

Nachdem ich Freitagabend noch mein Heimbergzeitfahren in Essen vor meinem Trainingspartner Florian Kortüm gewinnen konnte, ging es für meine Eltern, Flo und mich am nächsten Morgen schon wieder auf die Autobahn. Knapp 600 km zeigte das Navi bei der Abfahrt in Essen an. Unser Ziel: Die kleine dänische Stadt Kolding, idyllisch direkt am Meer gelegen, mit einer herrlichen Altstadt und einer wunderschönen alten Burg. Wieder mal hieß es: „Arbeiten, wo andere Urlaub machen“.

Die letzten Jahre in Kolding waren für mich eher zum Vergessen. Ich hatte es noch nie geschafft, dort zu Ende zu fahren, weil mich auf der technisch höchst anspruchsvollen Strecke immer der Defektteufel ereilt hatte. Gerade wegen dieser Negativserie war ich diesmal noch motivierter, denn ich wollte endlich mal zeigen, dass ich es auch in Kolding kann. Die nötige Sicherheit, dass alles funktionieren würde, hatte ich. Die neue Maxxis Ikon, die ich auf meinen sun ringle Laufrädern montiert hatte, waren bei halbtrockenen Verhältnissen ein Glücksgriff. Wenig Rollwiderstand auf den trockenen Streckenteilen und trotzdem viel Grip im Nassen, so war es ein Genuss mein Bergamont Revox Team um jede der zahlreichen Kurven zu manövrieren.

Auch wenn mir das dänische Terrain nicht so entgegenkommt, denn die Strecke in Kolding ist unfassbar schnell, eng und leider auch sehr flach, lief es ordentlich. Man sagt nicht umsonst, dass ein guter Fahrer auf jeder Strecke schnell ist. Ich merkte bereits am Start, dass ich gute Beine hatte und in der Lage bin ein sehr hohes Tempo im gut besetzten internationalen Starterfeld mitzugehen. Zwar verpasste ich in der ersten Runde, aufgrund der fehlenden Überholmöglichkeiten in den engen Trails, eine 3-Mann große Spitzengruppe, gemeinsam mit dem Belgier und mehrfachen Weltcup-Sieger, Jens Schuermanns, hielt ich aber den Abstand nach vorne konstant und konnte gleichzeitig  den Abstand nach hinten immer weiter vergrößern. Eingangs der vorletzten Runde attackierte der Belgier in einem Uphill, der aufgrund der Wetterverhältnisse nur zu Fuß zu bewältigen war. Ich hielt daraufhin konstant mein Tempo und war sehr zufrieden, als ich als Fünfter auf meinem Bergamont Revox Team die Ziellinie überquerte. Mit so einem guten Rennen hatte ich auf dieser für Strecke gar nicht gerechnet und bin umso glücklicher, dass ich weitere 20 Punkte für mein UCI-Konto einfahren konnte.

Die Reise nach Dänemark war also insgesamt ein Trip, der sich mehr als gelohnt hat. Jetzt bereite ich mich weiter auf die ersten beiden Weltcups Ende Mai vor. Der „Fahrplan“ nach Nove Mesto führt mich nächstes Wochenende über den NRW-Cup in Grafschaft, auf den ich mich sehr freue, denn der NRW-Cup ist ja die Rennserie, in der ich groß geworden bin. Drückt mir die Daumen, dass ich gesund bleibe und mein Training weiterhin so gut durchziehen kann.

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