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HC Rennen Basel oder “Flacher ist Härter”

Flacher ist Härter?

So könnte man sich fragen… Doch die spezielle Topografie der Strecke im und rum um das Reitstadion “Schänzli” in Basel erfordert ganz andere Fähigkeiten. Das wird auch an der Durchschnittsleistung, die mein SRM PC 8 nach dem Rennen anzeigte, deutlich. Sie war mehr als 40 Watt höher, als noch eine Woche zuvor beim Weltcup in La Bresse (FRA).  Von Anfang an…

Windschatten war Trumpf im Stadion “Schänzli”

6 Tage bis zur WM / Höhe oder Rennen?

Für mich sind es noch 6 Tage bis zum Jahreshöhepunkt, der WM in Lenzerheide. Im Hinblick darauf hatte ich zwei Optionen:

Zunächst in die Höhe nach Livigno? Oder über eine harte Rennbelastung den letzten Schliff für die Form holen? Höhentraining ist immer etwas unkalkulierbar. So habe ich mich entschieden, das HC-Rennen in Basel zu fahren.  Basel deswegen, weil die Strecke ziemlich flach ist und daher von der Dauerbelastung deutlich härter. Wie kann das sein, werdet Ihr fragen… Flacher = Härter?

Digging deep

In Basel ist es eine ungewöhnlich flache Strecke. Du musst 1:30 h Stunden voll auf dem Pedal bleiben und hast aus jeder Kurve heraus noch harte Antritte. Dazu kommen hohe Anforderungen an die Konzentration. Und das die ganze Zeit in Höchstgeschwindigkeit. Körperlich härter und ungewohnt. Der Blick auf die Anzeige meines SRM Powercontrol zeigte es deutlich. Die Durchschnittsleistung war um mehr als 40 Watt höher als letzte Woche beim Weltcup in La Bresse. Digging deep war also gestern das Motto…

Kurze harte Antritte

 

Kein Alleingang

Das Rennen im und rum um das Reitstadion “Schänzli” in Basel lässt  Alleingänge nicht zu.  Windschattenfahren und Gruppentaktik, das sind die Parameter, die über den Erfolg entscheiden. Zwei Einführungsrunden im Stadion und 8 Runden auf der Strecke und von Anfang an Mördertempo mit Windschattenschlacht. Bei mir fehlte zu Beginn etwas die Spritzigkeit, da ich die letzte Woche noch mal lange Grundlageneinheiten trainiert hatte.

Gruppenfahrt

So fand ich mich nach den Einführungsrunden in der zweiten Verfolgergruppe um Platz 20 wieder. Vorne waren 2 Gruppen mit jeweils 5 Fahrern schon enteilt. Ich dagegen musste mich mehrmals zwingen, die harten Antritte mitzugehen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Zur Hälfte des Rennens hatte mein Körper aber verstanden, was ich von ihm wollte. Ich konnte nun sogar Tempoarbeit im Wind verrichten. Gemeinsam mit Charly Markt vom Team Möbel Märki machte ich Vollgas und wir sammelten sogar noch einige Fahrer ein.

Am Ende zufrieden

In der letzten Runde fuhren wir mit 6 Fahrern um die Plätze 9 – 14, wobei ich Zwölfter wurde. Sprinten ist halt nicht so mein Ding . Mit dem Ergebnis bin ich angesichts der starken Besetzung sehr zufrieden. Außerdem war es auf jeden Fall noch einmal eine super Belastung für die WM.

Jetzt Fokus auf die WM

Anschließend ging es dann mit dem Nationalteam noch direkt nach Lenzerheide. Dort werde ich jetzt erst einmal 2 ruhige Tage machen und mich akklimatisieren.  Anschließend folgt dann die konzentrierte Vorbereitung auf das WM-Rennen am nächsten Samstag. Die Strecke in Lenzerheide ist super flowig, macht viel Spaß und hat vor allem das, was ich liebe: Höhenmeter. Drückt mir die Daumen, dass bis Samstag alles glatt läuft…

Vorher drücke ich aber erst noch unserer Staffel am Mittwoch feste die Daumen. Mein Vereinskollege und Ruhrpottbiker, Leon Kaiser, wird dort gemeinsam mit der deutschen Mannschaft versuchen, eine Medaille zu holen. Gib Gas Junge!!!

Dieses Rennen könnt Ihr -genauso wie meins am Samstag- live im Schweizer TV verfolgen.

 

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