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Gutes Publikum vs. schlechtes linkes Bein -> Heimweltcup Albstadt

 

Nach der Enttäuschung der letzten Woche beim Weltcup in Nove Mesto wollte ich in Albstadt einiges besser machen. Ich habe ein paar kleinere Änderungen in der Vorbereitung durchgeführt, war mir aber schon nach den ersten Runden auf der Strecke sicher, dass Nove Mesto, gerade was meine Probleme im Downhill anging, ein Einzelfall bleiben würde.

Heimweltcup heißt immer auch ein Stück weit Teamgeist. Es sind mehr deutsche Fahrer am Start als sonst und als Nationalmannschaft treten wir geschlossen und gemeinsam auf. Frisch eingekleidet vom neuen Sponsor Puma wollten wir natürlich einen guten Eindruck beim deutschen Publikum hinterlassen.

Die Strecke in Albstadt kommt mir als Kletterer tendenziell eher entgegen. Das einzige Problem, was es zu lösen galt, war die Startphase. Zwar hat der Veranstalter im Gegensatz zu den letzten Jahren eine kurze Startloop eingeführt. Allerdings blieben in dieser auch nur gut 1,5 Minuten Zeit um mich von Platz 47 weiter nach vorne zu schieben.

Als dann am Sonntag um 9 Uhr der Startschuss fiel, wusste ich also, dass es gleich zur Sache gehen würde. Alle versuchten möglichst weit vorne in den ersten steilen Berg und vor allem in den ersten steilen Downhill zu gehen. Mir gelang es einigermaßen gut mich aus dem dichten Startgedränge rauszuhalten und mich in die Top 30 vorzuarbeiten. Die erste von sieben zu fahrenden Runden beendete ich auf dem 21. Platz. Motiviert vom deutschen Publikum wollte ich von da aus meine Aufholjagd starten und zeigen was in mir steckt. Dies gelang mir bis zur 4. Runde auch ganz gut. Ich konnte mich immer näher an die Top 15 bzw. sogar weiter vorne heran kämpfen. Leider hatte ich heute schon früher bemerkt, dass ich ein paar kleinere muskuläre Probleme hatte. Die linke Wade fing an zu zwicken und ich bekam einen leichten Krampf.

Das war kein besonders gutes Zeichen, gerade jetzt wo noch 3 Runden zu fahren waren. Mit ganz viel Wille und Kampf gelang es mir trotzdem genau auf der Grenze zwischen muskulärer Erschöpfung und einem zu langsamen Tempo zu fahren.
Ich rettete einen 18. Platz ins Ziel und war gleichzeitig bester Deutscher vor Georg Egger auf Rang 25.

Mit diesem Ergebnis habe ich einen soliden Start in die Weltcupsaison hingelegt, bin aber davon überzeugt, dass in mir noch mehr steckt, und freue mich bereits darauf das bei den nächsten internationalen Rennen auch zu beweisen.

Meine Vorbereitung auf meine „Heim-DM“ beginnt gleich heute. Den letzten Härtetest werde ich bei der deutschen Hochschulmeisterschaft in Haltern am See absolvieren. Drückt mir die Daumen, dass ich gesund und verletzungsfrei weiterkomme!

Worldcup #2 Albstadt

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