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Furioses Finale / Sieg beim NRW-Cup in Remscheid

Rennen in der Off-Season? Also Wettkampf in der Wettkampfpause? Irgendwie scheint das nicht zu passen… Und dann noch gewinnen?

Aber Remscheid ist etwas besonderes, denn die Strecke mit ihren heftigen Anstiegen kommt mir sehr entgegen.  Außerdem war noch schönes Wetter und dann hatte ich sogar noch die Chance auf den Sieg in der Gesamtwertung des NRW-Cups. Und das, obwohl ich bei drei Rennen des Cups nicht dabei sein konnte, wo doch nur zwei Streichergebnisse erlaubt sind. Voraussetzung dafür war allerdings, dass ich möglichst weit vorne lande und der Cupführende Marco Intravaia nicht besser als Platz 11 ins Ziel kommt. Also kurzentschlossen die 22 km kurze Anreise gemacht, nachgemeldet und an den Start gestellt. Zielstellung: Spaß haben und so gut wie möglich abschneiden.

Die Besetzungsliste in Remscheid war auf jeden Fall schon mal so gut, wie bei noch keinem der bisherigen NRW-Cups. Mit Markus Schulte-Lünzum (Team Focus) und Frank Beemer (Niederlande) standen zwei Top-Weltcupfahrer mit mir am Start.20150927_152404

Vom Start weg waren wir drei es dann auch, die das Rennen an der Spitze bestimmten. An den Anstiegen ließ jeder von uns mal die Muskeln spielen, doch ich merkte schnell, dass ich bergauf nichts von meinen Fähigkeiten verloren hatte. In der dritten von sieben harten Runden ging es dann das erste Mal richtig rund. Frank Beemer attackierte und am Ende dieser Runde hatten wir beide eine kleine Lücke vor Markus.

In Runde 4 versuchte Beemer dann mich abzuhängen, doch am Berg konnte ich gut folgen und setzte dann eine Runde später eine Konterattacke, die Wirkung zeigte. Die Lücke, die ich dort reißen konnte, hielt ich bis zum Ziel und Markus gelang es sogar noch in der letzten Runde wieder auf Platz 2 vorzufahren. Alles in allem eine schöne Abwechslung und ein Erfolg, der meine Motivation für den kommenden Winter noch einmal nach oben schiebt. Denn was kann es besseres geben, als die NRW-Saison mit einem Sieg abzuschließen? Für den Gesamtsieg hat es dann leider nicht mehr ganz gereicht, 15 Punkte fehlten mir in der Gesamtwertung, doch mit Marco Intravaia hat der NRW-Cup einen verdienten Sieger, der sich im starken Starterfeld des Finales gut behauptete und schließlich als 8. des Finallaufs sicher seinen ersten Gesamtsieg im NRW-Cup feiern konnte. Mit blieb in der Schlußabrechnung der 2. Platz, so dass ich auch in der Gesamtwertung noch aufs Podium kam.

Mein Dank geht an alle Veranstalter des diesjährigen NRW-Cups, die die Mühen auf sich genommen haben und uns Fahrern wieder tolle Strecken in unserer Heimat beschert haben. Ich freue mich auf jeden Fall, auch im nächsten Jahr bei vielen Veranstaltungen dabei zu sein, denn der NRW-Cup ist jetzt wieder, das was er schon einmal war, eine der besten regionalen Rennserien unterhalb der Bundesliga.

Für mich geht es jetzt weiter mit dem Einstieg ins Wintertraining; das heißt in erster Linie Grundlagen für die neue Saison zu legen und Kraft zu tanken. Ein, zwei Änderungen wird es auch geben, u.a. werde ich mich noch gezielter auf die fahrtechnischen Herausforderungen in den Weltcups vorbereiten; doch davon werde ich an anderer Stelle noch ausführlich berichten. Drückt mir bis dahin die Daumen, dass ich einen guten Einstieg schaffe.

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