Allgemein

Es ist vollbracht! 5. Platz Schlussetappe VTS

Nachdem der Rennabbruch gestern für einiges Chaos gesorgt hatte, ging es heute wieder geordnet auf die Schlussetappe der Trans-Schwarzwald. Und auch bei mir lief es richtig gut. Eigentlich habe ich das bereits gestern Abend gemerkt, als ich das erste Mal seit Tagen wieder Hunger hatte und drei Teller Nudeln gegessen habe, die mir auch gut bekommen sind. Heute morgen nach dem Aufstehen dann ungewohnte Ruhe; kein Regen, der ans Fenster prasselt sondern Sonnenschein, der uns Hoffnung auf einen schönen Abschluss der 2014er Trans-Schwarzwald machte. Bis zum Start der gleiche Tagesablauf wie in den vergangenen 4 Tagen, Frühstück, Packen, Fahrt zum Start, Warmfahren, Interview und dann Vollgas. Und Vollgas war heute gleich wieder von Anfang an angesagt. In der Gesamtwertung gab es noch zahlreiche Fahrer, die eng beieinander waren, also war klar, dass attackiert, gekontert und wieder attackiert werden würde. Ich wollte auf jeden Fall so viele Plätze wie möglich gut machen, daher zog ich gleich nach dem Start das erste Mal am Gashahn. Sofort wurde das Feld lang und länger und nach 12 km in der ersten Verpflegungszone, waren wir schon nur noch eine kleine Gruppe, in der das Tempo unverändert hoch gehalten wurde. In der folgenden Abfahrt konnte ich dann mit drei weiteren Fahrern ausreißen, doch eigentlich war mir klar, dass es so früh in der Etappe nicht reichen würde. Also im nächsten Anstieg wieder langsamer, so dass wir wieder eine ca. 10 Mann große Gruppe wurden, die einen “Flüchtling” verfolgte. Im zweiten Depot war der dann wieder gestellt, aber sofort gaben die Gesamtführenden wieder Gas. Vor dem letzen langen Anstieg hatte ich in einer Gruppe um Platz 5 50 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Ab diesem Zeitpunkt habe ich dann gemerkt, dass heute wieder ein Top-Resultat herausspringen könnte. Entsprechend motiviert ging ich den Anstieg an und kurz vor dem Ziel lag ich dann mit einem weiteren Fahrer auf Platz 4 bzw. 5. Bis ins Ziel ging es dann nur noch bergab, ich versuchte alles, doch es reichte nicht ganz. Am Ende stand Platz 5 auf der Schlussetappe zu Buche. Jetzt begann das Warten.  Jede Sekunde bedeutete, dass der Vorsprung der vor mir platzierten Fahrer schmolz und schmolz. Und tatsächlich: Durch die gute Leistung heute konnte ich mich gleich um 2 Plätze in der Gesamtwertung verbessern, in der ich auf Platz 11 landete. Knapp hinter der Top-Ten, doch angesichts der “Horror-Etappe” vor zwei Tagen, als Magen und Darm streikten, bin ich mit diesem Resultat mehr als zufrieden. Wichtiger aber waren die tollen und teilweise auch schmerzhaften Erfahrungen, die ich in diesen harten Tagen im Schwarzwald gesammelt habe. Ich bin sicher, dass diese mich in meiner weiteren Entwicklung nach vorne bringen werden. Allen, die mir in dieser Zeit die Daumen gedrückt haben, danke ich dafür. Ihr wisst gar nicht wie wichtig diese Unterstützung ist. Ohne Euch hätte ich die dritte Etappe wahrscheinlich nicht geschafft.

Besonders möchte ich mich noch einmal bei Regine Voitl bedanken, die uns in dieser Woche liebevoll betreut hat. Mein Dank gilt natürlich auch meinen Sponsoren. Bergamont, die mir wie immer Top-Material hingestellt haben, das 1a lief, der Fa. Sponser, denn gerade auf einer solchen Etappenfahrt ist die Verpflegung mit sportgerechten Top-Produkten unendlich wichtig und Gebiomized, die mein Rad perfekt eingestellt haben, so dass ich ohne Probleme im Rücken durchfahren konnte. Dazu hat selbstverständlich auch der speziell für mich gefertigte Gebiomized-Sattel beigetragen. Nach 5 harten Tagen habe ich nicht ein einziges Mal überhaupt meinen Allerwertesten gespürt, besser geht´s nicht. Danke auch an den BDR, der uns die Teilnahme ermöglicht hat und das Lexware-Team für die Betreuung während der Rennen.

Jetzt geht es erst einmal ins Bett, morgen ist endlich mal wieder Ausschlafen angesagt. Nach einigen Tagen des Verschnaufens düsen wir dann am kommenden Donnerstag gemeinsam mit meiner Nationalmannschaftskollegin, Majlen Müller, vom Team FujiBike nach Frankreich, wo in Meribél am kommenden Wochenende der nächste Weltcup auf dem Programm steht. Hoffentlich werde ich bis dahin wieder fit, drückt mir dafür die Daumen!

Und so sind wir heute gefahren:

Etappe 5

Menü