… manchmal auch vorzeitig.

Liebe Fans, liebe Unterstützer,

so lange wie ich denken kann, fahre ich nun schon für die Hamburger Bikeschmiede Bergamont. Alles fing damit an, dass dort im Jahr 2001 ein Katalogmodell für Kinderräder gesucht wurde. Da mein Dad damals auch für Bergamont fuhr, wurde daraus gleich auch noch eine Vater-und-Sohn-Story.

Von Anfang an hatte ich immer Top-Support und viele meine Alterskameraden blickten neidisch auf die Bergamont-Bikes, die ich als Junge schon fahren durfte. Unzählige Siege habe ich in allen Nachwuchsklassen damit gefeiert.

In dieser Zeit erhielt ich einige Angebote von anderen Teams. Doch „Ben  = Bergamont“ schien mir immer die bessere Erfolgsformel. Mit Unterstützung aus der Hansestadt konnte ich 2014 meinen Traum realisieren, Profi zu werden. 2016 haben wir gemeinsam die Idee geboren „Ben auf Bergamont nach Tokio 2020“. Es sollte eine einmalige Story werden und – wie Ihr alle wisst- habe ich in diesem Jahr die Quali für Tokio 2020 erfüllt. Zwar gibt es nur 2 Startplätze für 4 Deutsche Fahrer, doch ich wollte 2020 auf meinen Bergamont-Bikes alles dafür geben, in Tokio dabei zu sein.

Leider hat sich aber in den beiden letzten Jahren die ursprünglich immer sportliche Ausrichtung von Bergamont massiv geändert. E-Bikes statt Racebikes, Lastenräder statt Leistungssport und urban mobility statt UCI-Weltcup.

Dies alles führt jetzt dazu, dass unsere einmalige Story kurz vor dem Höhepunkt enden muss.

Mit anderen Worten:  Ich verlasse schweren Herzens Bergamont und werde ab 1.1.2020 in neuen anderen Farben unterwegs sein.

Mein Dank gilt allen Menschen, die in den vergangenen 18 Jahren alles dafür gegeben haben, meinen Weg zu unterstützen. Beginnend mit meinen ersten Teamchefs Jörg Schmidt und Peter Bomm, Matthias Faber, der anschließend lange Jahre das Zepter in der Hand hielt, über Pamela Busch, Julia Nerz, Andre Vogelsang und viele andere liebe Menschen, die ich in all den Jahren kennenlernen durfte.

Es war mir eine Ehre als Ruhrpottjunge für „straight from St. Pauli“ an den Start zu gehen. Deswegen sage ich einfach nur: “Danke für eine fantastische Zeit!“