Prima in Pracht / Sieg beim NRW-Cup

Prima in Pracht / Sieg beim NRW-Cup

Nach einer harten Trainingswoche wollte ich noch eine kurze Rennbelastung haben, bevor es nächste Woche zum 3. Weltcup nach Andorra geht. Um keinen großen Reisestress zu haben, entschied ich mich, beim NRW-Cup in Pracht zu starten. Aber nicht nur die verhältnismäßige kurze Anreise war ein Grund dafür; auch die Strecke, die das Orgateam um Michael Bonnekessel seit Jahren aus dem Hut zaubert, macht richtig Spaß. Außerdem gehört auch Pracht zu den Veranstaltungen, wo ich schon als junger Nachwuchsfahrer dabei war und mich immer viele nette Leute begrüßen. Richtig klasse, eine so große Familie zu haben.

Und auch am Start traf ich auf bekannte Gesichter. Unter den Kommissären waren mit Lea Schleifenbaum und Steffen Reimann zwei Ruhrpottbiker, die wie ich dem MSV Essen-Steele 2011 e.V. angehören. Lea als ehemalige Nationalfahrerin und Steffen als Enduro- und DH-Fahrer wissen natürlich genau, was in uns Fahrern vorgeht, da ihre aktive Zeit noch nicht lange zurückliegt bzw. weil beide ja noch selbst viel auf dem Rad unterwegs sind. Damit sind sie für das wichtige Amt als Kommissär bestens geeignet.  An dieser Stelle ein großer Dank an alle Kommissäre, die sich Woche für Woche für uns Fahrer und die Zuschauer die Beine in den Bauch stehen. Ohne Euch könnten die Veranstaltungen nicht stattfinden, prima, dass Ihr das macht. Und an alle Vereine der Aufruf: Schickt Kommissärsanwärterinnen und -anwärter zu den Ausbildungen, damit viele junge Menschen diesen wichtigen Job erlernen und unsere Rennen weiter stattfinden können.

Im Rennen selbst war ich überrascht, dass mit Sebastian Sczrauzner ein alter Bekannter wieder mal dabei war; auch er war mal im Nationaltrikot unterwegs und gehörte zu den besten Fahrern Deutschlands. Ansonsten waren es die bekannten Gesichter des NRW-Cups, die mit mir die 6 Runden in Angriff nahmen. Am Anfang lief es nach dem harten Training der Woche noch etwas zäh, trotzdem hatte ich schon nach der Startrunde einen Vorsprung von rd. 20 Sekunden herausgefahren. Hinter mir entwickelte sich ein Dreikampf um Platz 2-4, den schließlich Gerrit Rosenkranz vor Tim Rosenkranz und Sebastian Sczrauzner für sich entschied. Davor fuhr ich ein ungefährdetes Rennen, in dem die Belastung so dosieren konnte, wie ich es im Hinblick auf den Weltcup in der Höhe von Andorra tun wollte und trotzdem mit mehr als 3 Minuten Vorsprung gewann.

Mit dem dritten Sieg im dritten Lauf des NRW-Cups behalte ich natürlich auch die Führung in der Gesamtwertung. Allerdings werde ich beim nächsten Rennen in Haltern nicht am Start sein können, da gleichzeitig der Weltcup in Lenzerheide stattfindet. Vielleicht gibt es dann einen Führungswechsel, der im Hinblick auf den Finallauf im September in Remscheid die Gesamtwertung wieder spannend macht? Ich würde es mir fast wünschen, den mein Führungstrikot (Größe L) ist eindeutig zu groß, wie Ihr auf dem Foto sehen könnt.

Vorher starte ich aber erst einmal an den beiden kommenden Wochenende wieder im Weltcup. Andorra und Lenzerheide (SUI) stehen auf dem Programm. Beides Rennen in der Höhe. Besonders in Andorra, wo es bis auf 2.300 Meter hinauf geht, kann alles passieren. Einmal überdreht und schon ist der Ofen aus. Daher drückt mir die Daumen, dass ich dort gut dosieren kann und es mir nicht „den Stecker zieht“.