Platz 8 zum Auftakt der Vaude-Trans-Schwarzwald

Punkt 11.00 Uhr war es heute so weit: Das über 600-köpfige Fahrerfeld der 2014er-Auflage der Trans-Schwarzwald wurde in Pforzheim auf die Reise geschickt. In Absprache mit Bundestrainer, Speedy Schaub, nutzen Georg Egger, Philipp Bertsch, Daniel Voitl und ich die 5-tägige Etappenfahrt zur direkten Vorbereitung auf die U23-WM, die Anfang September in Hafjell (NOR) stattfindet. Statt von Etappe zu Etappe bzw. Hotel zu Hotel mit dem Tour-Konvoi zu reisen, haben wir uns aufgrund der vergleichsweise kurzen Wege zwischen den Etappenorten entschlossen, unser Zentrallager bei Familie Voitl in Pforzheim aufzuschlagen. Das erspart uns großen logistischen Aufwand, so dass wir mehr Zeit zur Regeneration zwischen den Etappen haben. An dieser Stelle schon einmal mein großer Dank an die Voitls für die perfekte Gastfreundschaft. Unsere Betreuung erfolgt in Absprache mit dem BDR durch das Lexware-Racing-Team, auch hierfür schon jetzt ein großes Danke Schön! Für die heutige Etappe gab es zum schriftlichen Briefing dann noch den Tip: „Warmfahren!“, denn bereits 1km nach dem Start ging es erst einmal richtig bergauf. Ich hatte erwartet, dass es dort schnell werden würde, aber was da am ersten Berg abging, war schon beeindruckend. Keine Spur von Marathontempo, es wurde gebolzt wie nach dem Start in einem Cross-Countryrennen. Da ich hier mein erstes Etappenrennen überhaupt fahre und immer dran dachte, dass noch 4 weitere harte Etappen folgen, wollte ich eigentlich ruhig bleiben. Als dann aber auch die Verfolgergruppe hinter der 5-köpfigen Spitze Vollgas in den Berg fuhr, blieb mir gar nichts anderes übrig, als dabei zu bleiben. Zu allem Überfluss hatte sich dann auch noch der Sommer entschieden, in diesem Jahr vorläufig nicht an der Trans-Schwarzwald teilzunehmen. Es begann zu regnen und zum Kampf um die Plätze kam auch noch der Kampf gegen Regen und Kälte hinzu. Warm wurde es uns dann erst wieder am zweiten Anstieg des Tages. Erneut wurde ein Mördertempo gefahren. Schließlich waren es an der zweiten Verpflegung zur Hälfte des Rennens 5 Spitzenreiter, die von einer 10-köpfigen Gruppe, in der ich saß, verfolgt wurden. So ging es nach etwas mehr als 60 km schließlich in den Schlussanstieg. Erneut wurde Gas gegeben, als ob wir morgen Ruhetag hätten; einige Fahrer konnten diesem Tempo nicht mehr folgen, ich aber blieb bis zum Ziel dabei. Die Plätze 4 – 10 wurde im Sekundenabstand entschieden; ich landete als Achter in einem stark besetzten Feld auf einem Top-Ten-Platz. Bei 72 km und über 2.300 Höhenmetern bedeutet die Fahrzeit von 2:41 h einen Schnitt von fast 27 km/h. Nicht schlecht… Mit dieser Leistung bin ich auf jeden Fall absolut zufrieden. Jetzt heißt es binnen 20 Stunden zu regenerieren, bevor es dann morgen mit 68 km und 1.600 Höhenmetern von Bad Wildbad nach Freudenstadt geht. Drückt mir die Daumen und betet für besseres Wetter…

Und so sind wir heute gefahren:

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