Hoch in Heubach / 1. Lauf MTB-Bundesliga

Hoch in Heubach / 1. Lauf MTB-Bundesliga

Hoch hinaus geht es jedes Jahr in Heubach. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Fast 8 min geht es bergauf, bevor wir uns in die waghalsige Abfahrt stürzen dürfen. Eigentlich etwas, was mir liegt.

Nicht vergessen sollte man aber, dass Heubach -als Veteran unter den großen Rennen- ein Rennen der höchsten internationalen Kategorie ist (HC). Die Aussicht auf viele Weltranglistenpunkte lockt viel Cross-Country-Prominenz an und so waren von den ersten 15 des UCI-Rankings gleich 10 Fahrer nach Heubach gekommen; angeführt von Weltmeister, Olympiasieger und Legende Julien Absalon. Und auch das Wetter ist in Heubach häufig besonders. In diesem Jahr überraschte es die Fahrer in der Woche vor dem Rennen mit Neuschnee, doch als wir uns schon auf eine Matschschlacht wie im Vorjahr eingestellt hatten, kam die Sonne und Sonntag nachmittag zum Start des Eliterennens war die Strecke perfekt befahrbar.

Beim ersten großen Rennen der Saison in Bad Säckingen hatte ich bekanntlich in der Startloop einen Crash, der mich zum einem Nothalt zwang und mir erst einmal die letzte Position nach dem Start brachte. In Heubach ist der Startbereich noch enger, daher hielt ich mich bewusst zurück , um nicht erneut in einen Crash oder Sturz verwickelt zu werden. Nach dem Start waren schließlich 8 min Zeit bergauf Plätze gut zu machen…

 Irgendwo um Platz 15 fand ich meine Position im Feld und nun galt es mit schnellen Runden sukzessive nach vorne zu fahren. Angesichts der großen Namen, die zum Teil vor mir fuhren und an die ich mich in der zweiten von sechs zu fahrenden Runden langsam heranpirschen konnte,

stieg meine Motivation immer weiter. In der dritten Runde zündete ich dann erstmals den Turbo, produzierte die drittbeste Rundenzeit und zur Hälfte von Runde 4 lag ich bereits im Kampf um Platz 5 gut platziert. Unmittelbar vor mir fuhr Julien Absalon, was natürlich noch mal einen Boost gab. Diesen wollte ich nutzen, um auch an ihm vorbeizugehen, als mir beim Antritt die Kette vorne vom Kettenblatt fiel. Ich blieb ruhig legte sich wieder auf, doch in diesem starken Feld, bedeutet ein solches Pech gleich, dass Du reichlich Plätze verlierst. Nachdem meine Kette noch ein zweites Mal ihre eigenen Wege ging und mich das erneut Plätze kostete, verzichtet ich auf weitere Antritte und fuhr sauber und auf Sicherheit das Rennen zu Ende. Platz 12, also weitere 18 Punkte für die Weltrangliste, in der ich nun auf Platz 53 liege, waren mir damit sicher und das gute Gefühl, dass die Form stimmt. Wenn jetzt auch noch das Material mitspielt, dann steht einem guten Start in den Weltcup Ende Mai nichts mehr im Wege. Vorher hole ich mir aber den letzten Schliff für meine Form beim NRW-Cup in Grafschaft und beim 2. Lauf zur Bundesliga in Gedern. Drückt mir die Daumen, dass meine Kette bis dahin wieder spurt…

Fotos: Wie immer perfekt aufgenommen von EgoPromotion:

58, Zwiehoff, Ben , Bergamont Factory Team, MTB Sportverein Steele, GER

58, Zwiehoff, Ben , Bergamont Factory Team, MTB Sportverein Steele, GER

58, Zwiehoff, Ben , Bergamont Factory Team, MTB Sportverein Steele, GER

58, Zwiehoff, Ben , Bergamont Factory Team, MTB Sportverein Steele, GER