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11 Dez

Radfahrer, die jeder kennt. Teil 2

In Allgemein by Ben / 11. Dezember 2017 / 0 Comments

Zeit für Radfahrer, die jeder kennt, Teil II. Wenn euch noch mehr von den Kollegen einfallen, schreibt es wieder auf Facebook in die Kommentare. Teil Drei steht auch schon in den Startlöchern 😉

 

Die Memme: Ach wie schön wäre es. Man trifft sich bei bestem Wetter, keine Termine, die einen vom Radfahren abhalten, alle sind gut drauf und freuen sich auf die gemeinsame Tour. Wirklich alle? Nein, denn es gibt einen Typ Radfahrer, für den wurde der Ausdruck „Mimimimimi“ praktisch erfunden. Dieser Idiot stört sich wirklich an allem. Im Sommer ist es zu heiß, im Winter zu kalt, der Berg ist zu steil, der Downhill ist zu lang, dein Bike ist zu leicht, sein Bike hat die falsche Farbe, die Schwester seines besten Freundes kam 1997 im August wegen einer Lungenentzündung für eine Nacht ins Krankenhaus, wo er sie dann am nächsten Morgen abholen musste und sich dort mit einem seltenen Krankenhauskeim angesteckt hat und für 8 Tage erkältet war, und weswegen er schließlich heute nicht so schnell fahren kann. Genauso geht es den ganzen Tag bei diesem Weichei. Schlimm wird es, wenn er mal stürzen sollte oder kurz davor ist zu stürzen. Dann kannse die Tour eigentlich schon inne Tonne kloppen, weil der Typ nie wieder aus seinem Mitleidsfilm raus kommen wird. Für den gilt wirklich jeden Tag der Spruch: „Wärse mal lieber mit deinem Arsch im Bett geblieben“. Mimimimimi!

Der Typ, den keiner kennt, der sich aber immer in die Gruppe mogelt: Besonders auf langen Rennradausfahrten macht sich diese Type bemerkbar oder besser gesagt erstmal unbemerkbar. Man trifft sich mit einer größeren Gruppe und fährt die ersten paar Kilometer schön entspannt. Alle kennen sich und sind mehr oder weniger befreundet. Doch nach einigen Führungswechseln fällt auf, dass man einen blinden Passagier mit an Bord hat. Kein Schwein kennt ihn, niemand hat ihn überhaupt schonmal gesehen und doch ist er da. Meistens in Camouflage gekleidet, damit ihn erst keiner bemerkt. Wenn er aber durch zu langes „lutschen“ (siehe der „Lutscher“) bereits negativ aufgefallen ist, dann tut dieser kleine Gauner doch tatsächlich so, als würde er alle kennen und erzählt von ganz alten Kamellen, wie er früher mit Miguel Indurain die Tour de France, Vuelta und Dauphine gefahren ist und er ihn teilweise am Berg schieben musste. Zitat: „Früher, das muss noch vorm Krieg gewesen sein, bin ich mit Bjarne Riis in Belgien gefahren, da gab et noch gar keine Luft im Reifen, da ham wa dat noch mit Sand gefüllt, dat Dingen“. Ja neee is klar….

Der Downhiller: Ganz klar, bester Mann, wenn man in der Gravity-Szene unterwegs ist. Für längere Endurotouren auch noch zu gebrauchen, beim Cross-Country-Training auf jeden Fall fragwürdig. Beim Downhiller ist der Name Programm. Der fährt den ganzen Tag eigentlich nur, damit er irgendwo für ein paar Meter bergrunter fahren kann und seine unersättliche Gier nach Adrenalin befriedigen kann. An jedem Berg sucht er verzweifelt nach einem Lift oder einem Shuttle. Doch egal wie weit man ihn am Berg distanzieren konnte, sobald es auch nur drei Höhenmeter bergab geht, ist der Typ wieder vor dir. Der muss irgendwo ein Loch im Raum-Zeit-Gefüge gefunden haben, anders kann ich es mir nicht erklären, wie dieser rollende Wahnsinnige immer wieder vor einem im Downhill ist. Zitat: „Lass mal da runterfahren!“, „Wo ist hier der Lift.“ und „Klar kann ich hier auch mit dem Hardtail runterspringen!“.

Der Naturbursche: Als Mountainbiker hat man eine besondere Beziehung zur Natur und Gottes Schöpfung. Daran ist ja auch grundsätzlich erstmal nichts Verwerfliches. Der Naturbursche übertreibt seine Lage aber wirklich komplett. Man hat mit ihm immer das Gefühl, dass der sich nur aufs Bike setzt, um an der erst besten Fichte den Moosbefall auf der Ostseite des Stamms zu kontrollieren. Teilweise mit Mikroskop und kleinem Labor bewaffnet sucht dieser Oköfuzzi nach seltenen Tierarten und sammelt Blätter und Blumen. Privat ist der Naturbursche selbstverständlich vegan unterwegs und verzichtet auf alle Konsumgüter. Vom Rasieren der Beine und anderen Körperregionen hat er dabei noch nie etwas gehört. Ich frage mich ob der Typ, sein Kette auch mit Leinsamenöl behandelt und seine Bremsen mit Wasser gefüllt hat. Wenn ihr so einen in der Gruppe habt, gilt höchste Vorsicht, denn der verlängert einen drei Stunden Ride durch seine biologische Doktorarbeit erheblich, was mal wieder zu einer langen Diskussion mit euren Frauen führen kann, warum man für drei Stunden Fahrzeit wieder sechs Stunden unterwegs war.

Der Bergfahrer: Das Gegenteil vom Downhiller ist ganz klar der Bergfahrer. Der trainiert nicht nach Zeit oder nach Strecke, sondern nach Höhenmetern. Eine Tour mit diesem Typen wird für die allermeisten zur Tort(o)ur. Bei dem gibt es zwei Höhenprofile: wellig oder flach. Wellig geht dabei ab 5000hm plus los, alles was weniger Höhenmeter hat ist flach. Nach Ansicht des Bergfahrers funktioniert richtiges Bergfahren auf unserem Planeten sowieso nicht, da der Mount Everest nicht mit dem Fahrrad befahrbar ist. In Europa fühlt sich dieser Typ generell unwohl. Der größte Alptraum des Bergfahrers ist allerdings unser Nachbarland – die Niederlande. Wenn ihr euch also dafür rächen wollt, dass euch der Bergfahrer mal wieder mit seiner „Wellig oder flach?“ – Mentalität in den Wahnsinn getrieben hat und ihr euch morgens nicht mal mehr aufs Klo hocken konntet, dann entführt ihn, setzt ihm einen Kartoffelsack auf den Kopf und bringt ihn samt Bike nach Den Helder an die Küste. Dat ist die einzige Möglichkeit diesem Dreckssack beizukommen…

Der fahrende Imbiss: Es gibt echt immer wieder Typen beim Radfahren, die gibbet gar nicht. Der fahrende Imbiss ist so einer. Da bist du gerade mal für ne viertel Stunde unterwegs, guckst vielleicht ein bisschen verträumt von rechts nach links, bis du auf einmal ein fettes Schmatzen neben dir hörst und denkst, dass dich gerade ein Pferd am überholen ist. Du hast dich beim Treffen mit diesem McBike schon gewundert warum der die Trikottaschen voll hat und zusätzlich noch Rucksack und Satteltasche montiert hat? Jetzt weißt du es: Dieser Obelix des Radfahrens hat mehr Snacks dabei als der Kiosk umme Ecke. Nach 5 km zaubert er den ersten Energy-Riegel aus seiner Trikottasche und erzählt dir dann irgendwelche Märchen von erhöhter Fettverbrennung, dass er noch nicht gefrühstückt hat und so ner Kacke. Der Typ fährt eigentlich nur Fahrrad, weil der sonst einfach platzen würde. In seinem Rucksack hat er je nach Länge der Tour einen Gaskocher mit den guten alten Maggi-Ravioli oder gleich einen Grill inklusive 6 kg Fleisch von der Frischetheke dabei. Mit dem Zeug, was der alles mitschleppt, könnte man eine vierköpfige Durchschnittsfamilie ne halbe Woche lang von morgens bis abends ernähren. Doch dat Beste ist: Wenn man dann nach 100 km oder nach 5 km, wenn man einen Coffeeracer (siehe Teil 1) dabeihat, einen Stopp im Café macht, ist dieser Typ mit dem chronischen Hungerast doch tatsächlich der einzige, der sich ein Stückchen Kuchen dazu bestellt. Immerhin bietet er dir dann zu deinem Kaffee häufig auch seine selbstgemachten Kekse und eins von seinen berühmten Club-Sandwiches an. Aber trotzdem, eine Tour mit dem Kerl ist wirklich nichts für Leute mit Diabetis….

Der Zehrer: Wieder das genaue Gegenteil ist der Zehrer. Mit dem kannst du dich zu einem Ride von Essen bis München verabreden und der Typ bringt trotzdem nur eine Flasche und kein Cent Bargeld mit. Der glaubt doch tatsächlich Hunger wäre eine Erfindung aus der Werbung und somit Fake-News der Lebensmittelindustrie. Häufig kann sich der Zehrer an die letzten zwei Stunden seiner Touren nicht mehr erinnern, weil sein Körper aufgrund des Nährstoffmangels schon anfängt Gehirnzellen zu verbrennen und dadurch das Kurzzeitgedächtnis auf Standby gestellt wird. Wenn man ihn dann fragt ob er noch was zu trinken oder gar einen Riegel braucht, dann wird man häufig angemault, dass es ihm schon gut gehe und er schon weiß wie sein Körper tickt. Mit dem Zehrer ist was Essen angeht wirklich nicht zu spaßen und gerade im letzten Teil der Tour höchste Vorsicht angebracht. Zitat: „Für mich ein Wasser bitte…“

05 Dez

Keine guten Beine in Rheine

In Allgemein by Ben / 5. Dezember 2017 / 0 Comments

„Alle Jahre wieder“ heißt es am ersten Dezemberwochenende in Rheine. Fast schon traditionell veranstaltet der Emsstern Rheine jährlich einen Weser-Ems-Cup-Lauf und gleichzeitig die Landesverbandsmeisterschaft NRW. Nach drei Siegen aus drei Rennen war mein erklärtes Ziel diese Serie fortzusetzen und auch in Rheine wieder zu gewinnen. Dabei zeigte sich die kleine Stadt im Münsterland zumindest wettermäßig von seiner bescheidenen Seite. Schneeregen, Graupel und lediglich ein Grad Celsius sind nicht gerade die Bedingungen, die ich liebe und mit denen ich mich anfreunden kann. Ich habe fast die gesamte Woche auf der Rolle oder im Fitnessstudio verbracht und war dementsprechend trotzdem froh, dass ich mal wieder draußen spielen durfte. Mit Yannick Gruner vom Stevens Cross Team wartete dieses Mal ein Cross-Spezialist als Gegner auf mich, gegen den ich schon häufiger in der U23 gefahren bin. Bei der deutschen Meisterschaft 2014 in Bayern z.B. wurde Yannick seinerzeit Dritter, während ich als Vierter folgte. Während ich damals noch ca. 1:30 min Rückstand hatte, sollte es in Rheine deutlich enger zugehen. Gleich vom Start weg machten wir beide ordentlich Tempo und waren bereits nach der ersten Runde alleine in Front. Yannick und ich wechselten ständig die Führung und keinem gelang es zunächst eine vernünftige Lücke zu reißen. Mal war er mit ein paar Sekunden Abstand auf der schlammigen Strecke vorne, mal ich wieder. Zur Mitte des Rennens konnte Yannick einen kleinen Fehler von mir im schlammigsten Teil der Strecke ausnutzen und eine Lücke von ca. 20 Sekunden herausfahren. Ich musste mich kurz sammeln und startete dann meine Aufholjagd. Begünstigt durch ein technisches Problem von Yannick fand ich mich zwei Runden vor Schluss auf einmal mit 20 Sekunden in Führung liegend und wollte dann in der vorletzten Runde so viel wie möglich zwischen Yannick und mich bringen. Voll am Limit fuhr ich etwas unsauber (haha Wortspiel) durch ein Schlammloch, so dass ich nur noch mit ca. 10 Sekunden Abstand in die letzte Runde ging. Dort versuchte ich alles und wusste, dass ich meine Chance an den Hürden nutzen muss. Ich sprang diese, jedoch gelang es mir nicht im anschließenden Stück genug Grip auf den sandigen und schlammigen Boden zu bekommen, so dass Yannick wieder dran war. Im letzten Schlammloch passierte mir dann noch ein unnötiger Fehler, der letztendlich wohl der eine Fehler zu viel war. Yannick konnte vorbeigehen und seiner letzten Attacke kurz vor dem Ziel konnte ich so leider nichts mehr entgegensetzen. Somit musste ich mich an diesem Wochenende mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Dennoch war es ein super spannendes Rennen und gerade für die Zuschauer schön anzusehen. Glückwunsch an Yannick, der wirklich stark gefahren ist, und Danke für die Show!

Für uns Fahrer ist es natürlich immer am einfachsten, wenn wir mit mehreren Minuten Vorsprung gewinnen können, allerdings sind solche Rennen wie in Rheine, die komplett außerhalb der Komfortzone verlaufen, sowohl ein gutes Training, als auch eine gute Show. In diesem Sinne bin ich trotz meiner ersten „Niederlage“ in diesem Jahr mehr als zufrieden mit dem Rennen.

Am Rande des Rennens war es mir außerdem eine Freude die zahlreichen Fotowünsche zu erfüllen. Ich finde es immer noch irgendwie surreal, dass jemand mit mir ein Foto machen möchte, freue mich aber sehr darüber und stehe sehr gerne dafür bereit. Wer also sich bisher noch nicht getraut hat zu fragen – kommt doch einfach auf mich zu! J Am übernächsten Wochenende werde ich das Finale des NRW-Cups in Pulheim fahren, bevor ich im Januar meine Cross-Zeit mit der DM beenden werde. Bleibt locker und genießt die Weihnachts- und Adventszeit bis dahin!

Euer Ben

17 Nov

Radfahrer, die jeder kennt – Teil 1

In Allgemein by Ben / 17. November 2017 / 0 Comments

Hallo und herzlich Willkommen in meinem ersten Teil des nicht ganz ernst gemeinten Kataloges, über Radfahrer, die jeder kennt. Ich hoffe er gefällt euch. Und falls ihr euch selbst wiedererkennt, keine Sorge, das tue ich auch und zwar in fast jedem. Also viel Spaß beim Lesen und denkt dran: *Ironie an*

 

10 Radfahrer, die jeder kennt:

 

Der wegen Gegenwind Zuspätkommer: Wer kennt das nicht. Man ist sonntags, bei bestem Wetter zu einer langen Ausfahrt verabredet. 11 Uhr war angesagt, doch einer kommt immer zu spät. Einfach nur „Sorry“ zu sagen und sich der Gruppe anzuschließen, fällt diesem besonders dreisten Mitstreiter aber nicht ein. Er schiebt seine 15-30 minütige Verspätung wie jedes Mal auf den unvorhersehbaren Gegenwind auf seinem Weg zum Treffpunkt. Dass dieser Ort allerdings teilweise nicht einmal zwei lächerliche Kilometer von seiner warmen und windstillen Wohnung entfernt ist, stört ihn dabei nicht.

 

Der Lutscher: Ein eigentlich recht angenehmer Zeitgenosse, wenn man im Sommer und in Form ist. Im Winter, wenn jeder Meter in die Knochen geht und der kalte Wind einem in die Nase bläst, ist diese Ballerbirne unerträglich. Nahezu die ganze Tour bewegt er sich zielsicher an deinem Hinterrad, gibt keinen Kommentar ab und interessiert sich weder für das Ziel der Tour, noch für irgendetwas anderes. Das einzige was diesen Menschen juckt ist, wie er möglichst energieeffizient und ohne viel Aufwand dahin kommt, wo du hin willst. Teilweise schleppt man diese Type noch mit in den Keller seiner Wohnung und unter die anschließende Dusche. Wirklich lästig.

 

Der, der den ganzen Tag nur hinten fährt, aber bei jedem Ortschild vorne ist: Kommen wir nun zu einem Radfahrer, den wirklich absolut jeder kennt. Für manch einen mental labilen Fahrer ist er die fleischgewordene psychologische Erkrankung. Anders als der Lutscher ist er nicht darauf aus seine Nase vor dem Wind zu schonen und dir am Arsch zu kleben. Nein, der Kollege fährt den ganzen Tag ähnlich wie der Lutscher an deinem Hinterrad, um dann aber 100-200m vor diesen großen gelben Schildern mit etwaigen Ortsnamen, in „wanna-be“ Peter Sagan – Manier an dir vorbeizusprinten und sich seine imaginären Punkte für das grüne Trikot seiner gedanklichen Hall of Fame zu sichern. Dabei scheint es ihn überhaupt nicht zu interessieren, ob irgendwer an seinem Wettbewerbchen teilnimmt oder er wie der Typ aus Split gegen zehn seiner zwölf anderen Persönlichkeiten kämpft. Eins ist so sicher wie die Currywurst im Ruhrgebiet, diese Type ist bei jedem gelben Schild vorne.

 

Der, der den ganzen Tag nur hinten fährt, bei jedem Ortschild vorne ist und sich feiert wie Peter Sagan: Eine abartige Abwandlung der vorher genannten Person ist dieses, sagen wir, Subjekt. Der zieht den gleichen Stiefel durch wie der Typ, „der den ganzen Tag nur hintern fährt, aber bei jedem Ortsschild vorne ist“, und dreht dann mehr durch als Jack Nickelson in „The Shining“. Sobald sein Vorderrad die gedachte Ziellinie am Ortsschild überquert hat und dieser Penner realisiert hat, dass er entweder alle anderen abstellen konnte oder einfach keiner mehr Bock auf sein dummes und sinnloses Spiel hatte, reißt er seine Arme hoch und jubelt als hätte er gerade ein Mittel gegen seine wochenlang quälenden Hämorriden gefunden. Dabei bewegt er sich die ganze Zeit auf sehr dünnem Eis gegenüber seinen Mitstreitern. Ich persönlich habe so jemanden schon mal ohne Vorderrad am Straßenrand stehen sehen. Das hatte einer seiner Kollegen kurzerhand ausgebaut und mitgenommen, um diesen Idioten endlich los zu werden.

 

Der Wissenschaftler: Es gibt Leute im Radsport, die sind wie ne Mischung aus Stephen Hawking und Pep Guardiola. Die erklären einem die wildesten Theorien und Taktiken vor, während und nach dem Training. Keine Studie, keine Wissenschaftliche Abhandlung zum Thema „Trainings Stress Score“, kein Artikel in den einschlägigen Fachzeitschriften und selbst kein Buch über Tausende Seiten zum Thema Radsport kann veröffentlicht werden, ohne dass dieser Freak es nicht gelesen und auswendig gelernt hätte. ER weiß fast immer mit fundierten Wissen zu punkten und hat auf jeden Fall mächtig Plan, was er da tut. Dat Problem an der Sache ist: kein Arsch kann ihm folgen und schaltet spätestens nach der siebten Analyse seines dritten 37,5 Sekunden Critical Power Tests, den er in diesem Jahr gefahren ist, ab. Der Typ hat wirklich viel Watt und viel Licht.

 

Der Antiwissenschaftler:  Dann wiederrum gibt es Typen, bei uns im Pott würde man sagen Vollpfosten, die haben die tiefen Teller des Radsports nicht nur nicht erfunden, die finden die nicht mal im Schrank. Früher hat man immer gesagt „dumm tritt gut“. Genau das trifft auf diesen Typ—Fahrer zu. Der hat wirklich null Ahnung von der gesamten Materie, interessiert sich einen feuchten Furz für Watt, Leistung, CP, Puls und Trainingsmethodik, er fährt einfach irgendwie und ohne Plan und trotzdem ist dieser Typ verdammt schnell. Ich hab keine Ahnung wie sowas funktioniert, ich weiß nur, dass es funktioniert.

 

Der Coffeerider: Der Lieblingsmitfahrer, vorausgesetzt man will nicht gerade richtig trainieren. Dieser Typ steuert sein gesamtes Training einfach nur nach den von ihm im Vorfeld herausgesuchten Cafés, ganz egal wo er sich befindet. Manch ein Radsportler sucht sich, bevor er an einen neuen Ort kommt, die besten Strava-Segmente raus, dieser koffeingesteuerte Suchti informiert sich online vorher über die besten Cafés auf Tripadvisor, schreibt die Betreiber gerne auch schon mal persönlich auf Facebook an und hat ein Fabel für Rocket Espresso Siebträger. Grundsätzlich keine schlechten Eigenschaften und sicher einer der angenehmeren Radfahrer, die jeder kennt, wäre da nicht seine Koffeinsucht. Der kriegt morgens schon einen Tatterich, wenn die automatische Aufheizfunktion seiner Siebträgermaschine nicht um punkt 6 Uhr funktioniert hat, wie ist der wohl erst drauf, wenn´s mehr als 10 km ins nächste Café sind?

 

Der Schönwetterfahrer: Klassiker. Muss man gar nichts zu sagen. Sind wir alle ein bisschen. Nervig, wenn einer grundsätzlich jedes Mal absagt, wenn eine kleine Wolke am Himmel zu sehen ist, aber verständlich auf jeden Fall.

 

Der 20cm-Vorfahrer: Wirklich ausnahmslos jeder Radsportler, der schon mal in einer Gruppe mitgefahren ist, wird dieses Arschloch kennen. Er treibt einen in den Burnout und löst bei seiner Anwesenheit einen Laktatwert jenseits der 20 mmol aus. Ihr wisst wen ich meine 😉 Der Typ ist gut trainiert und kann im Flachen beißen wie ein Tier. Genau das will er jeden in der Gruppe wissen lassen, denn er ist Vorfahrer, 20 cm Vorfahrer. Dieser Mensch will gewinnen, will immer vorne sein, hasst es, wenn jemand gleich schnell fahren kann, und genau deswegen fährt er immer konsequent 10-20cm (vielleicht ja je nach Länge seines…) vor seinem Nebenmann. Dass diesem meist schon lange die Zunge auf dem Oberrohr hängt, er sich innerlich schon überlegt, ob es nicht vielleicht sogar zu gnädig wäre ein Messer statt eines Löffels zum Abstechen seines Kameraden zu nehmen, vor Wut schon zu schäumen beginnt und kurz vor einer riesen Explosion steht, merkt der 20 cm Vorfahrer nie. Das einzige was ihn interessiert, ist dass er nach dem Training zuhause auf der Couch sitzen kann und genüsslich darüber nachdenken kann, was er doch für eine geile, fitte Sau heute war. Fit ist er keine Frage, aber das Leben dieses Pimmelbergers hängt jedes Mal am seidenen Faden.

 

Der King of Mountain: Das Verhalten dieses Sportlers ist eine fast ausschließliche Eigenart des männlichen Geschlechts. Ich kenne wirklich keine Frau, die auch nur ansatzweise in die Nähe von einem weiblichen Äquivalent kommt. Deswegen bezeichne ich diesen Herren absichtlich als „King“ of Mountain. Diese Type hat seine Existenzberechtigung erst im Jahre 2009 erhalten. 2009  war das Jahr des Gorillas, in Köln stürzte das Stadtarchiv ein und die Folgen der Weltwirtschaftskrise belasteten alle. Aber das alles hat im Jahr 2009 keine Rolle gespielt, wenn man bedenkt, was in diesem Jahr erstveröffentlicht wurde: STRAVA. Seit 2009 können sich alle Hobby- und Profisportler in diesem sozialen Netzwerk der Wadenkrämpfe messen. 2009 war also das Geburtsjahr dieser Type, auch wenn er da schon 30 Jahre alt war. Denn von nun an konnte er sich jeden Tag mit allen seinen Kollegen weltweit messen, jetzt haltet euch fest, ohne dass er die Idioten überhaupt sehen musste. Das alles, was früher noch in der Gruppe entschieden wurde, die Marotten der Ortschilder, die Lutscher, die 20 cm Vorfahrer, all diese Personen, haben seit 2009 einen guten Teil ihrer Existenz verloren. Denn auf Strava findet jetzt die soziale Interaktion zwischen Radfahrern statt. Der King of Mountain ist die Perversion des Ganzen. Das einzige was ihn interessiert ist, wie große seine persönliche Sammlung an KOMs, Strava-Fanartikeln und Auszeichnungen ist. Gerne werden bestimmte Segmente auch neu erstellt oder bereits bestehende bearbeitet, weil man eine Sekunde zu langsam war. Aussagen wie „scheiß GPS am Iphone…da ist ja klar, dass ich den KOM nicht hole“ stehen genauso auf der Tagesordnung, wie das auswendig gelernte Wissen, wo welches Segment mit welcher Zeit zu finden ist. Das Geilste am Tag des King of Mountain ist das Gefühl, wenn man weiß, dass ein anderer gleich bescheuerter Idiot gerade eine E-Mail von Strava und eine Benachrichtigung auf dem Handy bekommen hat, in der steht: „Du hast deinen KOM auf….verloren.“ Herrliches Gefühl, besser als jeder Sieg im Rennen.

 

Das war Teil 1, wenn ihr noch mehr Radfahrer habt, die jeder kennt oder kennen sollte, schickt mir ne PM auf Facebook oder Instagram.

Liebe Grüße,

Euer Ben

16 Nov

3 aus 3! Erneuter Sieg beim NRW-Cross-Cup in Hürth

In Allgemein by Ben / 16. November 2017 / 0 Comments

Ich weiß nicht woran das liegt, aber Crossen macht mir diesen Winter mehr Spaß als sonst. In den letzten Jahren habe ich zwar auch immer wieder den NRW-Landesmeistertitel geholt, war aber nie so begeistert wie in diesem Jahr. Ich glaube das neue Bergamont Grandurance CX und das Einführen der Scheibenbremse in den Cyclocross-Sport waren ein wirklicher Segen für mich. Meine neue Cross-Maschine (7,5 kg) fährt sich beinah wie ein MTB-Bike. Es ist wendig, agil, hat einen super Antritt und liegt gleichzeitig auch noch aerodynamisch. In Hürth hatte ich endlich die Gelegenheit das neue Rad auch mal im Rennen zu testen. Wie schon in Rade in Person von Marvin Schmidt, stand in Hürth ein prominenter und starker Gegner mit mir am Start. Tour de France-Fahrer Nils Pollit von Katusha-Alpecin, den ich schon seit einigen Jahren kenne, wollte sich offenbar auch mal ein wenig einsauen und stand mit seinem neuen Canyon Crosser direkt neben mir am Start. Da es Nils Heimrennen war, gesellten sich trotz sehr bescheidenen Wetters einige Zuschauer an die durch den Regen aufgeweichte Strecke. Die Geschichte von Hürth ist schnell erzählt. Ich wusste, dass ich am Start gleich Dampf machen sollte, um Nils, der von den Straßenrennen sicher einen anderen Rhytmus gewöhnt ist, gleich aus der Reserve zu locken. Leider crashte ich schon zu Beginn mal wieder in eine Hürde (wie soll es auch ohne gehen haha). Diese bestand in Hürth zum Glück nicht aus Holz, sondern aus Stroh, so dass es kein Problem war (wichtig ist beim Hürdenspringen auch die Anfahrt und ggf. Wurzeln im Auge zu behalten ;-). Trotzdem konnte ich nach bereits einer Runde mit reichlich Vorsprung in den Rest des Rennens gehen. Dieser wuchs immer weiter an.

 

Kleine Kuriosität war vielleicht noch, dass ich zum allerersten Mal ein Wechsel des Bikes im Rennen erleben durfte. Im Crossen ist es üblich bei schlammigen Bedingungen den fahrbaren Untersatz zu wechseln, damit der Mechaniker (Hansjörg hat mal wieder einen Weltklasse-Job gemacht) das Bike wieder frisch poliert um u.a. die Funktion der Schaltung zu gewährleisten. Beim Wechsel war ich komplett überfordert und hatte keine Ahnung, wie man sowas anstellt. Es lief darauf hinaus, dass ich in die Zone gefahren bin, mein Fahrrad während der Fahrt einfach los ließ und das andere übernahm. Dabei krachte zwar ein Rad ins andere und zahlreiche Betreuer mussten aus dem Weg springen, aber was soll´s? Ich konnte reibungslos weiter fahren und am Ende das Rennen trotz des Radwechsels souverän gewinnen. Fazit: Die typischen crossspezifischen Fähigkeiten wie Radwechsel, Laufen und Radschultern gehen mir komplett ab, was ich durch Fahrtechnik, sauberes Fahren und ordentlich Dampf aber auszugleichen weiß. Vielleicht wird wenn oben genanntes irgendwann auch noch klappt aus mir ja sogar noch ein passabler Crosser 😉 Ich halte euch diesbezüglich natürlich auf dem Laufenden. Nächste Chance das zu verbessern sind die Landesmeisterschaften im Cross in Rheine und der Finallauf des NRW-Cross-Cups in Pulheim. Bis dahin locker bleiben und trotz des Novemberwetters den Spaß am Biken nicht verlieren.

Euer Ben

23 Okt

Radcross Radevormwald / 2. Sieg im NRW-Cross-Cup

In Allgemein by Ben / 23. Oktober 2017 / 0 Comments

2. Lauf zum NRW-Cross-Cup in Radevormwald. Organisator Sven Schreiber hatte am Stadion in Radevormwald einen tollen Parcours gesteckt, der durch die Regenfälle am Renntag tief und schwer war. Pünktlich zum Eliterennen hatte Petrus aber ein Einsehen, stoppte den Regen und ließ zwischendurch sogar ein paar Sonnenstrahlen auf Fahrer und Zuschauer durch die dichten Wolken blitzen. Unter den Startern war mit Marvin Schmidt auch ein Querfeldeinspezialist aus Rheinland-Pfalz, so dass ich einen harten Fight erwartete. Meine Erwartungen sollten nicht enttäuscht werden…

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08 Okt

Zurück in die Zukunft / Crossrennen in Dorsten

In Allgemein by Ben / 8. Oktober 2017 / 0 Comments

Cyclocross oder wie man früher sagte Querfeldeinfahren erfreut sich wieder wachsender Beliebtheit. Da liegt es nahe, diesen Trend auch in NRW zu fördern. Daehr haben sich 4 Veranstalter von Cyclocross-Rennen zusammengetan und den NRW-Cyclocross-Cup gegründet. Ich freue mich sehr darüber, gibt es uns MTBlern doch die Gelegenheit im Winter den Trainnigsalltag durch Rennen auf einem verwandten Sportgerät zu ergänzen. In meinem Fall ist das Sportgerät ein Bergamont Prime CX Team, das mit seinem 1-fach Kettenblatt und dem geringen Gewicht die richtige Basis für erfolgreiches Crossen ist.

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04 Okt

Ruhrpark darf nicht sterben!

In Allgemein by Ben / 4. Oktober 2017 / 0 Comments

Oberhausen

Ruhrpark

3 . Oktober

MTB

Diese Begriffe genannt und die MTB-Freunde im Ruhrgebiet wissen, was los ist. MTB-Rennen im Ruhrpark in Oberhausen. Auf und ab auf einem kurzen knackigen Kurs am Ruhrdeich. Idylle, Sport und vor allem nette Menschen. Dazu nur 15 km von meiner Wohnung entfernt.

Jedes Jahr, solange ich denken kann, fand dort an diesem Tag das Rennen des Vereins Blau-Gelb Oberhausen statt. Seit meinen Kindertagen war es immer ein Fixpunkt für mich. Saisonabschluss und seit langen Jahren auch Vereinsmeisterschaft meines Vereins, des MSV Essen-Steele 2011.

Im vergangenen Jahr ereilte die Veranstaltung dann leider das gleiche Schicksal wie viele andere Rennen. Die Entwicklung im veranstaltenden Verein, Blau-Gelb Oberhausen, der Organisationsaufwand und fehlende Helfer führten dazu, dass sich meine Freude aus Oberhausen schweren Herzens dazu entschließen mussten, das Rennen ausfallen zu lassen. Fixpunkt weg? Saisonabschluss weg? Das konnte ich nicht ohne weiteres hinnehmen. Es gibt so wenige Fixpunkte in unserer schnelllebigen Zeit, dda muss doch was möglich sein?

Gemeinsam mit meinem Verein MSV Essen-Steele 2011 fassten wir den Entschluss, der Veranstaltung wieder auf die Beine zu helfen. Die Ruhrpottbiker vom MSV sagten ausreichende Helferkapazitäten und viele Starter zu. Damit war die Durchführung gesichert. Was fehlte war noch ein wenig Geld…

Mein Entschluss, die Veranstaltung finanziell zu unterstützen fiel mir damit nicht schwer. Doch wie? Mit der Vereinbarung, dass alle Nachwuchsklassen unter dem Namen „Ben Zwiehoff Nachwuchscup powerd by Bergamont“ durchgeführt werden fanden wir einen guten Weg, der vor allem auch mein Anliegen, die Unterstüzung des Nachwuchsrennsports, besonders berücksichtigte. Dafür beteiligte ich mich an den Kosten des Rennens und gemeinsam mit meinem Hauptsponsor Bergamont Bicycles stifteten wir auch die Preise für alle Nachwuchsrennen.

Und so hieß es in 2017, am 3.Oktober, wieder Oberhausen, Ruhrpark, MTB-Rennen mit Vereinsmeisterschaft der Ruhrpottbiker vom MSV Essen-Steele 2011. Mehr als 170 Starter in allen Klassen, Sonne satt, viele Zuschauer, leckerer Kuchen und spannende Rennen ließen am Ende alle strahlen.

Die Kids und Jugendlichen, die in ihren Rennen super Leistungen boten und dafür mit prall gefüllten Bergamont Gym-Bags belohnt wurden; der veranstaltende Verein Blau-Gelb Oberhausen mit Organisator Karl Roch, die eine tolle Tradition wiederaufleben lassen konnte und so viele Fahrer und Zuschauer wie nie begrüsste und natürlich alle Ruhrpottbiker, die in einer tollen Atmosphäre ihre Vereinsmeister küren durften.

Dass ich das Eliterennen gewann, spielte da eigentlich keine besondere Rolle, viel wichtiger war mir, ein Teil dieser Tradition sein zu dürfen. Absolut Klasse war der direkte Kontakt zu vielen Nachwuchsfahrern, den ich den ganzen Tag über haben durfte. Ich hoffe, damit einen klein wenig von dem zurückgeben zu können, was ich in vielen Jahren gerade bei diesen familiären Veranstaltungen bekommen habe.

Meine Gratulation geht an alle Sieger, Platzierten und Finisher! Ihr habt super Leistungen gezeigt.

Mein Dank geht an alle Unterstützer des Rennens. Macht bitte unbedingt weiter. Es sind diese Rennen, die den Nachwuchs prägen und die Möglichkeit schaffen, heimatnah Rennsport auf dem MTB zu erleben.

Damit es auch im nächsten Jahr wieder heißt:

Oberhausen

Ruhrpark

3 . Oktober

MTB

 

Weitere tolle Bilder gibt es hier: Bilder Oberhausen von Peter Feldhaus

 

 

15 Sep

Ausgeknockt in Australien / nur Platz 48 bei der WM

In Allgemein,XCO by Ben / 15. September 2017 / 0 Comments

Down under, traumhaftes Land, endlos lange Strände, Dschungel und ein Lebensgefühl, das durch den Satz „No worries“ treffend beschrieben wird. No worries antworten die Australier auf nahezu alle alles. Es ersetzt „Danke“, „Nicht dafür“ und ähnliche deutsche Ausdrücke, bedeutet aber inhaltlich viel mehr, denn es schwingt im Unterton immer mit, dass egal, was auch passiert, man sich nicht grämen sollte, sondern es Dinge gibt, die wichtiger sind…

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31 Jul

Hammer bei der Europameisterschaft / Platz 20 !

In Allgemein,XCO by Ben / 31. Juli 2017 / 0 Comments

Liebe Fans, liebe Sponsoren, liebe Unterstützer. Schaut Euch die folgenden Bilder an und Ihr seht, warum unser Sport der schönste Sport der Welt ist. Er ist hart, brutal hart; er fordert alles von Dir, wirklich alles; aber er gibt Dir auch dieses eine Gefühl: Ich gehöre zu den wenigen, die ihn auf Top-Niveau machen können, nein machen dürfen, sollte ich eigentlich mit etwas Demut sagen. Wie hart, aber schön Cros-Country ist, habe ich an diesem Wochenende bei der Europameisterschaft in Darfo Boario Terme erfahren. Und wenn dazu dann noch ein Top-Resultat kommt, dann weißt Du, warum der Ganzkörperschmerz, den Du nach dem Rennen und am nächsten Tag empfindest, sich lohnt. In der Staffel am vergangenen Donnerstag hatte ich ja schon das Vergnügen, die Strecke in Darfo Boario Terme kenenlernen zu dürfen. Die Strecke war ein Kracher, im wahrsten Sinne des Wortes. In nahezu jeder Abfahrt war fahrtechnisches Können der allerhöchsten Art gefordert und auch bergauf ging es immer über Wurzeln, Steine und Geröll. Sie hatte aber auch einen Nachteil: Bei Nässe würde sie gefährlich; beim Staffelrennen war es trocken, doch in der Nacht vor unserem Rennen, kam der Regen…

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28 Jul

Europameisterschaft 2017 / Mit der Staffel auf Platz 4

In Allgemein,XCO by Ben / 28. Juli 2017 / 0 Comments

Nach der Enttäuschung bei der Deutschen Meisterschaft blieb nicht lange Zeit, darüber nachzudenken. Schon 3 Tage später, am Mittwoch, ging es mit dem Flieger nach Mailand und von dort aus nach Darfo Boario Therme in der Lombardei. Hierhin hatte die UEC die Europameisterschaft verlegt, nachdem Istanbul aufgrund der politischen Lage als zu unsicher angesehen wurde. Der erste Einsatz für mich folgte direkt nach der Ankunft, denn der Bundestrainer hatte mich für die deutsche Staffel vorgesehen. Dreimal habe ich schon in Staffelwettbewerben eine Medaille gewonnen, logisch, dass ich darauf hoffte, dass die vierte folgt…

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